Übergang Dorfrand zu Gewerbegebiet
Großraumbüro, 1. Obergeschoss
Treppenraum, Blick in das 1. Obergeschoss
1.Obergeschoss

Forschungs- und Entwicklungszentrum der Sedus Stoll AG, Dogern

Das Entwicklungs- und Innovationszentrum bildet im Maßstab und durch die Ausbildung seines Volumens ein Bindeglied zwischen der Wohnsiedlung am westlichen Ortsrand von Dogern und dem Firmengelände der Sedus Stoll AG.

Durch die räumliche Drehung der Eingangsfassade im Westen gelingt es zwischen der Eingangsituation der Verwaltung und dem Grundstückszugang zu vermitteln. Die durch die Fassadengestaltung als „verhüllt“ erlebte und gleichwohl augenscheinlich „einfache“ skulpturale Form des Gebäudes setzt ein reales Raumerlebnis bewusst in den Kontext der bildhaften Erscheinung des Hochregallagers.

Die Fassaden erhalten umlaufend eine textile Verkleidung aus stehenden trapezförmigen Formaten, die in zwei Ebenen gestaffelt sind. Der Gedanke eines umwickelten, leicht verhüllten Körpers liegt nahe, der Eindruck eines vollständig textil „verpackten“ Volumens entsteht. Durch die Überlagerungen der durchsichtigen Fassadenbekleidungselemente entstehen, je nach Blickwinkel und Helligkeit, unterschiedliche Transparenzen, die dem Gebäude eine fast immaterielle Leichtigkeit verleihen. Über das Foyer wird eine angewendelte Treppe erschlossen, sie führt auf das Plateau des 1. Obergeschosses, das als „Einraum“ mit eingestelltem „Konferenzkern“ erlebt wird.

Die Untersicht der im First gefalteten Dachfläche reicht als geknickte Wandfläche bis zum Fensterband herab. Das Dach scheint auf dem umlaufenden Fensterband zu schweben.

Thanks to its scale and volume, the development and innovation centre forms a link between the residential area situated on the western outskirts of Dogern and Sedus Stoll AG's company premises.

The western entrance façade's spatial rotation serves to connect the administration's entrance situation with the main entrance to the site. The building's manifestly “simple” sculptural form, which owing to the façade design is perceived as “veiled”, purposefully sets the actual experience of space in the context of the high-bay warehouse's pictorial appearance.

The façade's all-round textile cladding, made up of two separate layers of upright trapezoid panels, suggests a coated, thinly veiled body and evokes a space completely “wrapped” in fabric. Where the translucent cladding elements overlap, they create, depending on the light and the angle of view, various levels of transparency that add an almost immaterial lightness to the building. A concrete staircase leads from the foyer to the first floor which is designed as an open-plan “single-room” space encasing one “core conference room”.

The soffit of the folded roof becomes a bent wall that reaches all the way down to the strip window, with the roof itself appearing to float above.

Information

Bauherr: Sedus Stoll AG

Architektenleistungen: LP 2-8

Standort: Dogern

Fertigstellung: 2010

Preise: Europäischer Farb.Design.Preis 2011, Deutscher Lichtdesign-Preis 2012, Nominierung-Kategorie Büro-Verwaltung

Veröffentlichungen: a10 (01/13), detail (01/13), Europäischer FarbDesignPreis 2010/2011 (12/12), architektur + technik (09/12), Architektur Berlin 1 (02/12), Materia 72 (02/12), DBZ (11/11), im DETAIL: Arbeitswelten (06/11), Lighting Press International (04/11), Arch+ (03/11), Zeno (02/11), Bauwelt (12/10), Baunetzwoche: Räume für die Produktion (12/10), OFARCH 104.08 (09/08)